Der Rinderunterstand des Biobetriebs Adalbert Böker für 5 Mutterkühe am Ottensheimer Dürnberg hatte das Promblem zu bewältigen, dass in der Schlucht natürlich kein ebener Bauplatz zu finden war. So stellt sich das Gebäude direkt in den Hang, geht ein wenig in die Tiefe und kragt teilweise aus. Es gibt drei Gebäudekörper, die sich hangseits mit Sichtbetonmauern und Betonbodenplatten in die Erde stellen und recht selbstbewusst mit einem Gegendach als Pult eine Gebäudekörpergruppe akzentuieren. Der Hauptbaukörper in der Mitte beinhaltet den Laufstall mit Liegeboxen, Fressgang und Kälberschlupf und zeigt eine Dachauskragung von 350 cm, die den schwebenden Futtertisch überdeckt. Der daran auslaufende befestigte Auslauf ist auch der Übergang in den direkten Weideauslauf und hat noch vier überdachte Außenliegeboxen. Der erste, straßennahe Baukörper stellt sich etwas zurück und ist das Heim für die Zuchtböcke der Ziegenhaltung des Nebenerwerbbetriebes, das Geflügel und die Kaninchen. Die Entmistung erfolgt händisch oder mit Kleingerät, die Jauche wird über eine Jaucherinne in die Jauchegrube mit 45 m3 geleitet.

Konstruktion und Material:

Hangseits liegt der Sparrendachstuhl auf der Sichtbetonmauer, vorne ist das Auflager ein 110 cm hoher Fachwerkträger. Für die 350 cm Auskragung erhält jeder Sparren eine Strebe, die sich am Untergurt des Fachwerkträgers abstützt. Die Dach­flä­chen wurden für Welleternitplatten optimiert. Der Sichtbeton harmoniert mit den feuerverzinkten Stahlkonstruktionen der Türen, der Zäune und der Absturzgeländer. Bei den Kleintierunterbringungen schleichen sich auch einige einfache Tischlerkonstruktionen ein.

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